Bis Ende 2020 sollen Wohnungspreise steigen

06März

Die Wohnungspreise in Deutschland werden bis Ende 2020 weiter anziehen.
Im Mittel ergebe sich bei gleichbleibendem Leitzins ein Plus von 22 %, sagt eine
Prognose des Internetportals Immowelt voraus. Darüber berichtete die „Immobilien-
Zeitung“. Besonders in München werden die Preise mit einem Zuwachs von 28 %
kräftig steigen. Aber auch in B-Städten geht es nach oben. Eine Anhebung des
Leitzinses könnte das Wachstum nur leicht dämpfen.
Den kräftigsten Sprung machen gemäß der Prognose die Preise in München. Sie
werden bis Ende 2020 bei etwa 8.390 Euro pro Quadratmeter liegen, bereits Ende
dieses Jahres werden es rund 7.140 Euro sein (derzeit im Median 6.540 Euro).
In der Prognose hat Immowelt neben den Angebotspreisen die Bevölkerungsentwicklung,
den Verbraucher- und Baupreisindex sowie einen Zinssatz von 1,68 %
für Wohnbaukredite berücksichtigt.
Deshalb werde auch in B-Städten der Preisaufschwung anhalten. Beste Beispiele
seien Hannover und Nürnberg. Die Kaufpreise in Hannover sollen bis 2020 um
25 %, in Nürnberg um 26 % anwachsen. Das sind die höchsten Steigerungen nach
München.

Auch in Berlin, Stuttgart (je 24 %) und Hamburg (23 %) müssen Käufer in zwei
Jahren deutlich mehr Geld investieren. Aktuell sind es in Berlin noch 3.460 Euro pro
Quadratmeter im Median, für Ende dieses Jahres werden 3.730 Euro vorhergesagt.
In zwei Jahren knacken die Kaufpreise die Marke von 4.000 Euro. Anders sieht es
im Ruhrgebiet aus: Aktuell kosten Eigentumswohnungen in Dortmund im Schnitt
lediglich 1.340 Euro und in Essen 1.370. Bis Anfang 2020 sind Steigerungen von
80 bzw. 90 Euro zu erwarten.
Die Ergebnisse der Immowelt-Kaufpreisprognose beruhen darauf, dass die EZB bis
2020 den Leitzins bei 0 % belässt und das aktuelle Zinsniveau für Wohnbaukredite
bei durchschnittlich 1,68 % bleibt. Sollte sie den Leitzins anheben, verändere sich
die Prognose leicht.

 

(Quelle: RDM Newsletter)

 

 

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